22. November 2009

Beute: Voigtländer Bessamatic

bessamaticFotoflohmärkte sind schon eine tolle Sache. Man sucht das eine und bekommt das andere. Die Selbstdisziplin schwindet und man verlässt nach erfolgreichem Beutezug selbigen mit einer Fototasche voller fotografischer Ingenieurskunst. So wiederfuhr es mir vergangenen Samstag im Hamburg Haus Eimsbüttel auf dem herbstlichen Fotoflohmarkt, als ich eine mit Feenstaub überzogene Voigtländer Bessamatic CS inkl. dreier Objektive (35mm, 50mm und 135 mm), jeder Menge Vorsatzlinsen und Filter für einen unverschämt guten Gesamtpaket-Preis erstand. Die Voigtländer Bessamatic CS ist eine wurde von Zeiss Ikon zwischen den Jahren 1966-1969 gebaut und hat bereits einen sehr genauen CDS Belichtungsmesser der durch das Objektiv misst und über eine Batterie betrieben wird. Die Verschlusszeiten werden an der Kamera eingestellt (1/500 bis 1 sec sowie “B” für Dauerbelichtung). Besonders witzig find ich einen kleinen Spiegel, der die Blenden-und Verschlusszeiten “abgreift” und in den Sucher projiziert. Fokussiert wird über ein Schnittbild. Auf der anschließenden Fototour mit den Kollegen Roitsch, Kopfbunt und Bauersart, denen ich im Rahmen eines gemeinsamen Kreativwochenendes ein klein wenig Foto-Basiswissen vermittelte, wurde sogleich das 135mm Super-Dynarex auf die üblichen Verdächtigen der Hamburger Hafen-City gerichtet.

Ein wenig verärgert, das ich bei meinem Lieblingsentwickler (HCD) in der Entwicklungszeiten-Tabelle keinen Eintrag für den munitionierten Agfa APX 100 fand, wurde der Kurzläufer eben mit Tetanal ultrafin liquid (leider schon etwas älter) seiner Bestimmung zugeführt. Der entwickelte Film zeigte trotzig, was der neue Familienzuwachs mit dem 135 mm so drauf hat und ich ging ob einiger gelungener Aufnahmen befriedigt zu Bett.

Point of view