Seit einiger Zeit widme ich mich der analogen Fotografie. Obwohl ich auf diesem Gebiet nicht unbedingt ein “blutiger Anfänger” bin, so würde ich mich immer noch als “Einsteiger” bezeichnen. Ich habe verschiedene alte Apparate Handschmeichler die ich wechselseitig immer wieder gern ausführe. Momentan befinde ich mich in der Phase des Ausprobierens verschiedenster Filme und deren Ergebnisse hinsichtlich Ästhetik, Farbe, Schärfe etc.
Bei meiner letzten Film-Bestellung bei der äußerst kompetenten und beratungsfreudigen Spuersinn Gruppe wurde ich auf 2 “Kreativ”-Filme hingewiesen. Den “Redbird” und den “Crossbird”. Es handelt sich hierbei um 2 so genannte Falschfarbenfilme (oder auch “Crossfilme”). Ich möchte an dieser Stelle hinsichtlich der photochemischen Prozesse nicht ins Detail gehen – hier gibt es ausreichend fachlich kompetente Artikel auf der Spuersinn-Seite…
Also:
Ich bin ganz großer “Unkompliziert-Fan”! Doch einfach reinlegen und losknipsen kann im Falle beider Filme nach hinten losgehen. Den Farbeindruck beider Filme steuert man über die Verschlusszeit. Beim Redbird beispielsweise sieht das so aus:

Diese Wirkungsweise im Kopf, legte ich meine munitionierte F501 beim letzten Shooting an die Seite und hielt zwischen den Sets immer mal drauf. Die belichteten Filme gab ich dann einfach mal bei Budni ab (Siehe: “Ich bin ein ganz großer “Unkompliziert-Fan”!
).
Vom Ergebnis war ich recht angetan. Beide Filme haben ihren eigenen Charakter und eine eigene Ästhetik. Sie weisen zwar ein recht grobes Korn auf, dies ist jedoch recht charakteristisch für diese Art der Fotografie. Der Redbird ist im Labor außerdem nicht ausreichend gespült worden – er weist recht viele Tröpfchen auf dem Film auf – was ich als Lomo-Fan aber irgendwie auch wieder mag! Trotz der Großlabor-Entwicklung (die sicher einen Teufel tun und auf die Filme und ihre Handhabung im Besonderen eingehen) ist das Ergebnis “wow! Ich denke mit etwas mehr Übung und einer qualitativ besseren Entwicklung kann man hier echte Schätze aufs Material bringen.
Ich kann mir auch vorstellen, daß eine meiner Plastik-Knipsen wie die Golden Half oder Beiretten sicherlich auch ne Menge Spaß mit den beiden Filmen haben. Hätte ich was zu sagen würde ich eine Redbird und Crossbird -Lomo auf den Markt bringen bei der man über eine Symbolik an der Kamera die Farbcharakteristik auswählt.
Ich hoffe, die Filme gibts noch ne Weile – mein Herz haben sie erreicht:
Crossbird:
Redbird:
.
Weiterführende links:
Redbird:
- Datenblatt: ungewöhnliche Gebrauchsanweisung
- Bestellung: http://shop.spuer-sinn.net
Eine schöne Übersicht zum Redbird und den verschiedenen Wirkungen der Verschlusszeiten und Blenden hab ich hier gefunden: http://www.flickr.com/photos/40789296@N03/3783730985/
Crossbird:
- Bestellung: http://shop.spuer-sinn.net
Blogartikel: Kreativfilme im Fotolabor













August 25th, 2009 at 12:34 pm
Gut, dass ich Deinen Artikel gelesen habe. Beim Anblick der Bilder auf Flickr wollte ich dir noch einen Tipp geben, wie es noch einfacher geht. Aber so ist es natürlich viel schöner und interessanter.
Der Crossbird gefällt mir gut und Deine Bilder sowieso!
August 26th, 2009 at 7:36 am
Crossbird uns Menschenfotografie sind wirklich wie füreinander gemacht. Aber Deine Ergebnisse mit dem Redbird sind der Hammer!
Wäre die Fotografie nicht so eine ernste Sache, würde ich sagen, daß die Filme richtige Spielzeuge für Kreative sind *grins*
September 8th, 2009 at 9:14 am
interessanter artikel, welcher mich zum kauf von crossbird filmen “überredet” hat
was die farben anbelangt, so geht wirklich alles über die verschlusszeit? finde dazu nichts genaueres im netz, hättest du allenfalls ein paar beispieleinstellungen von deinen bildern?
danke schön
September 8th, 2009 at 9:21 am
Es gibt hier (http://www.flickr.com/photos/40789296@N03/3783730985/) eine schöne Verschlußzeiten-Aufstellung zum Redbird. Der Crossbird verhält sich ähnlich… Je länger Du belichtest, desto dunkler/intensiver werden die Bilder.
September 21st, 2009 at 6:06 am
[...] wir das Shooting mit leichten “Lockerungsübungen”. Für die Setpausen hatte ich einen Crossbird und einen Redbird in die F501 munitioniert und hielt immer mal einfach nur drauf. Die Aufnahmen, die dabei entstanden [...]
September 30th, 2009 at 10:58 pm
[...] Da hatte ich doch tatsächlich mal einen Tag frei – und das in Berlin. Schon so oft war ich in hier, doch wirklich Zeit hatte ich nie für diese Stadt. So stand ich denn an diesem Morgen in meiner Herberge und überlegte, welcher Kamera ich die Stadt zeigen wollte. Bedingt durch den Job am Vortag hatte ich einen Großteil meiner Gespielinnen dabei, meine Wahl fiel jedoch auf die Voigtländer, denn ich kasteie mich gern selbst. Es fördert die Kreativität und schärft den Blick aufs Wesentliche. Die knapp 50 Jahre alte Voigtländer ohne Autofokus und anderen Schnick Schnack schien mir somit die beste Wahl. Ich beschloss genau einen Film zu belichten und auch hier fiel meine Wahl auf Material, welches dem Protagonisten etwas Kreativität abverlangt – den Rollei Redbird. [...]
Januar 18th, 2010 at 1:05 am
Nach Redbird gegoogelt und zack gleich wieder beim Fotofreibeuter gelandet. Bekomme zum Geburtstag blackbird.fly und Redbirds!
Februar 24th, 2010 at 7:52 pm
[...] 2.8/29mm) bewegten sich zwischen übereilt und unbeholfen. Ich hatte bei meinem lieben Freund, dem Stilpiraten, von seinen ersten Schritten mit dem Rollei gelesen und wollte nur nach Möglichkeit ein richtig [...]