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27 Okt 2009

Es passiert wenn niemand hinsieht

| Kategorie: Fundstücke Tags: | 4 Kommentare

eyetrackingEin interessantes Konzept einer “Plakatwerbung” von Jung von Matt/Spree GmbH auf das ich erst jetzt durch Tobias Hendricks hingewiesen wurde:
Ein Plakat, welches seinen Inhalt daraufhin abstimmt, ob es betrachtet wird oder nicht. Ein so genanntes Facetracking-System registriert dabei, ob auf das Plakat gerade ein Augenpaar gerichtet ist. Der Motivwechsel soll den Betrachter auf eine ernste Situation aufmerksam machen: der häuslichen Gewalt.

Richteten Verkehrsteilnehmer den Blick auf die CLP-Vitrine in der Buswartehalle der Wall AG, so sahen sie auf einem integrierten Screen ein scheinbar glückliches Paar. Sobald jedoch der Blick abschweifte, schlug der Mann auf die Frau ein und das vermeintliche Idyll entpuppte sich als Fassade für häusliche Gewalt.

“Es passiert wenn niemand hinsieht”  wurde  bereits im Winter 2008 in Berlin mithilfe eines Flatscreens umgesetzt.

Mehr Informationen unter: http://www.wall.de/de/press/creative_news/facetracking_sensor

aidomesticviolence

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Ich freue mich über Kommentare!

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4 Responses to “Es passiert wenn niemand hinsieht”

  1. STEREOKULTUR.COM » …und keiner schaut hin meint:

    [...] eine interessante Art der Werbung bin ich gerade drüben beim Stilpiraten gestoßen. Die Erfinder der Werbung setzen hier auf modernste Technik, um im Namen von Amnesty [...]

  2. karl meint:

    Und wieder der typische Fall von “positiver Diskriminierung”: Es wird dem Betrachter unterbewusst vermittelt, dass nur Männer Gewalt anwenden und Frauen immer die Opfer sind. Wenn schon ein Display drin ist, kann man das doch wenigstens abwechselnd machen – aber nein, so was ist politisch ja nicht gewollt.

  3. Tobias meint:

    Außerdem fehlen auch prügelnde Kinder, Menschen aus Migrationshintergrund (vor allem in der Opferrolle, böse wer hier anderes einsetzen würde) sowie gleichgeschlechtliche Paare, die sich gegenseitig verprügeln.

    Am besten verklagen wir Amnesty International wegen Diskriminierung von Minderheiten. :-D

    Ich denke, dass hier der “Normalfall”, die statistische Mehrheit repräsentiert wird. Das ist okay.
    Außerdem wird hier geworben. Und man kann am besten werben, wenn der Botschaftsträger, den man sendet, der gleiche ist, den der Betrachter kennt. Deshalb ist es nur sinnvoll ein Klischee anzusprechen, das der Betrachter “kennt” und ihm eine leichte Verständlichkeit, einen leichten Zugang erlaubt. Nicht die utopische Lösung, aber die effektivste.

  4. Das Plakat 2.0 gegen häusliche Gewalt « Just WeGi meint:

    [...] (Gefunden via Stilpirat) [...]

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